(2017-02-17) Reaktorschnellabschaltung nach Ausfall der Abgasanlage des Kondensators

Am 17. Februar 2017 wurde das KKL nach dem verlängerten Revisionsstillstand wieder in Betrieb genommen. Bei einer Reaktorleistung von 24 % der Nennleistung erfolgte eine geplante Umschaltung von einem Strang der Abgasanlage des Kondensators auf den zweiten, um auch die Betriebsbereitschaft des zweiten Abgasstrangs zu prüfen. Nachdem die vorgesehene Umschaltung auf den zweiten Strang nicht funktioniert hatte, funktionierte auch die Rückschaltung auf den ersten Strang, der ursprünglich in Betrieb war, nicht. In der Folge schaltete sich die Abgasanlage automatisch ab. Vorschriftsgemäss löste die Schicht von Hand eine Reaktorschnellabschaltung aus. Die Anlage verhielt sich auslegungsgemäss.

Je ein defektes Rückschlagventil in beiden Strängen führte dazu, dass die vorgesehene Umschaltung und die Rückschaltung nicht durchgeführt werden konnten und es so zum Ausfall der Abgasanlage kam. Eine erhöhte Reibung zwischen den Spindeln der Ventilstempel und ihren Führungsbuchsen verursachte den Ausfall der beiden Ventile. Sichtbare Reibspuren an den betroffenen Komponenten erhärteten diesen Befund.

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